Wer von zu Hause aus arbeitet, der weiß, dass Folgendes nicht immer so einfach ist:
- Rechtzeitiges Anfangen
- Konzentriertes Durcharbeiten
- Nach der Mittagspause wieder anfangen
- …
Diese Liste lässt sich sicherlich noch um einige Punkte ergänzen, denn bei der selbstständigen Arbeit von zu Hause gibt es ein absolutes Kernproblem: Niemand treibt einen so richtig an. Es gibt keine vorgegebenen Strukturen. Der (Büro-)Mensch braucht aber genau diese immer gleich ablaufenden Prozesse, wie sie an einem üblichen Arbeitsplatz vorhanden sind.
Bei mir der Klassiker schlechthin: Ich lese gerne die komplette Tageszeitung (natürlich auch die Werbung), bevor ich anfangen kann mich an den Schreibtisch zu setzen – ganz gefährliche Prokrastination. Es gibt ja niemanden der mich ermahnt, wenn ich zu spät zur Arbeit komme.
Wie also mit dem “Mangel” an Kontrolle umgehen? Ich finde im Kernproblem liegt hier auch eine absolut einmalige Lösung: Man kann sich selbst angenehme Strukturen vorgeben. Genau so wie man es selbst immer gerne gehabt hätte.
An meinem eigenen Beispiel: Ich lese meine Zeitung, trinke dabei Kaffee und Frühstücke extrem lange, aber dafür gibt es auch einen Preis: Die nächsten 4 Stunden wird durchgezogen, die Privatnummer auf den AB weitergeleitet und nicht an die Tür gegangen.
Wenn ich in mein Arbeitszimmer gehe, dann bin ich weg – dann bin ich zur Arbeit. Daher ist es auch so wichtig verschiedene Telefonnummern und Email-Adressen zu haben, denn nur so hat man eine klare Trennung zwischen Arbeit und Privatleben. Das Tolle dabei ist doch, dass auch die Freizeit nicht mit der Arbeit in Kontakt kommt.
7 Tipps zur Arbeit im Home-Office
- Feste Arbeitszeiten. Diese können ja auch an jedem Tag verschieden sein – ganz nach dem eigenen Gusto-, aber müssen eingehalten werden.
- Feste Freizeit. Ist noch wichtiger als die Arbeitszeit. Man muss eben nicht 24 Stunden am Tag erreichbar sein. Wenn man im Wohnzimmer ist, dann ist die Arbeit vorbei.
- Getrennte Telefonnummern & Email-Adressen
- Belohnungen für das feste Einhalten der eigenen Regeln.
- Extra Belohnungen für extra lange Arbeitszeiten.
- Tolle Atmosphäre: Zumindest der eigene Schreibtisch und die direkte Umgebung sollten einem gut gefallen und ergonomisch sein.
- Wie immer: Sich alle Regeln niederschreiben.

Jonas
Andi
06.05.2009
00:05
Ich weiss schon warum ich lieber unter den Fittichen eines Arbeitgebers arbeite. Ich könnte mich nie so disziplinieren…