Ein Projekt anzunehmen, bedeutet für einen Freelancer häufig eine monate-, wenn nicht sogar jahrelange Bindung an einen Kunden. Man muss also aufpassen, dass man keine Projekte annimmt, welche die eigenen Skills oder die eigene Kapazität übersteigen – sonst geht ihr das Risiko den Kunden langfristig zu verärgern. Passt aber auch auf, dass ihr keine Aufträge annehmt, an denen ihr euch dumm und dämlich arbeitet und nachher finanziell einen schlechten Schnitt macht.
Hierzu gibt es ein paar elementare Dinge zu beachten:
Allgemeine Projektfragen:
- Was ist dem Kunden wichtiger, Qualität oder schnell erledigte Arbeit?
- Wie oft macht es Sinn, den Kunden über eure Fortschritte zu informieren?
- Was ist der Sinn / das Anwendungsgebiet des Projekts?
- Wie technisch ist das Projekt?
- Wie stellt ihr euch das fertiggestellte Produkt vor?
- Wie groß ist der Umfang (Wörter, Seiten, Screens, etc.)?
- Wie detailliert ist das Pflichtenheft?
- Gibt es überhaupt ein Pflichtenheft, oder sollt ihr eins erstellen?
- Wer ist euer Ansprechpartner beim Kunden?
- Gibt es mögliche Probleme, die ihr voraussehen könnt?
Fragen zu den kugelsicheren Verträgen:
- Wie groß ist euer Budget?
- Wer erhält die Rechte an den erstellten Materialien (Source-Codes, PSDs, etc.)?
- Gibt es eine feste Deadline für eure Arbeit? (drängt darauf!)
- Wann ist das Zahlungsziel?
- Wie sind die Zahlungsmodalitäten?
Wichtige Fragen nach der Fertigstellung:
- Fragt ehrlich danach, wie eure Arbeit aufgenommen wurde.
- Versucht herauszukriegen, wie oft der Kunde die Dienste eines Freelancers braucht.
- Redet über Vorschläge, was ihr bei einem Folgeprojekt anders machen würdet.
- Wenn der Kunde zufrieden war, bittet ihn um Erlaubnis, das Projekt unter euren Referenzen aufführen zu dürfen.
Das letzte könntet ihr auch gleich in den Vertrag schreiben – zu Anfang ist es aber ratsam, erstmal gute Arbeit zu leisten und dann das Testimonial einzuholen – ihr müsst euch eure Reputation schließlich erstmal erarbeiten.

René